Olympia und Georgien

15.08.2008 13:50 · Über den Tellerrand · 0 Kommentare
Die Weltpolitik spielt eigentlich in einer „kleinen“ Sushibar wie unserer keine Rolle, aber eh man sich versieht, ist man dann doch mittel- und unmittelbar betroffen.

Die olympischen Spiele sind das positive. Ich verfolge recht viel, freue mich über errungene Medaillen und bin enttäuscht, wenn Medaillenhoffnungen zerplatzen. Und ich bin gespannt, wie sich die Leichtathleten in einer der Kernsportarten schlagen. Ich sehe das ganze aber auch unter dem Aspekt, daß unsere chinesischen Mitarbeiter/-innen stolz auf ihr Land als Ausrichter der olympischen Sommerspiele sind. Noch dazu führt China ja momentan die Länderwertung überragend an. Ich weiß natürlich auch um die Konflikte, die wir im „Westen“ (das sagt sich als Ossi gar nicht so einfach) mit China haben- Thema Menschenrechte, Doping etc.-, aber der Sport kann hier sicher Brücken bauen, Verständnis hervorrufen, einen Dialog befördern. Ich war noch nie in China und will mich daher auch nicht abschließend äußern, hoffen wir einfach auf eine positive Entwicklung für die chinesischen Menschen und das Land an sich. Und vielleicht kann Olympia ja dabei helfen.

Der andere Brennpunkt ist Georgien und stimmt eher traurig. Für unsere beiden georgischen Mitarbeiterinnen (Studentinnen, die einen super Job machen- obwohl man, na klar, Japaner erwartet) ist es eine schwierige Situation. Die Lage erfährt man aus allen möglichen Medien, auch georgischen via Net, aber die Sorge um das Wohlergehen der eigenen Familien steht klar im Vordergrund. Wir bangen da natürlich um das Wohlergehen mit und ich hoffe, daß sich alle Beteiligten an getroffene Vereinbarungen halten und wieder Ruhe in einer unruhigen Region einkehrt.

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